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Blog vs SEO vs Ads: Eine Webseite (richtig) bekannt machen

Blog vs SEO vs Ads: Webseite bekannt machen

Wie führt ein Unternehmen seine Zielgruppe auf die eigene Webseite? Drei grundlegende Optionen haben jeweils ihre Vor- und Nachteile inne.

Man muss sich entscheiden, welchen Vorteil man liegen lässt – und welchen Nachteil man somit aus dem Weg räumt.

Inhalt:

Überblick: Die perfekte (?) Webseite

Jede Firmen-Webseite verfolgt am Ende dieses eine Ziel: Kundengewinnung und -Bindung. Alle andere Ansprüche und Maßnahmen (Markenbildung, Ausstrahlung von Fachkompetenz, Vorstellung der Leistungen usw.) zahlen auf dasselbe Konto ein. Doch was kommt vorher?

Mit reiner Selbstdarstellung lockt man niemanden an. Es gilt also: Die eigene Webseite muss Inhalte bieten, die keine Werbung sind – davon hängt der Erfolg maßgeblich ab. Warum aber sollte jemand die Seite überhaupt besuchen?

Diese Faktoren ziehen Besucher auf eine Webseite:

Diese Punkte bilden den Mehrwert. Und dieser ist entscheidend: Er lockt in erster Instanz Besucher an und bildet außerdem das Gegengewicht zur Werbewirkung. Sobald sich die Inhalte einer Seite nämlich zu offensichtlich nach Werbung anfühlen, springen bereits erreichte Besucher sehr schnell wieder ab (bounce rate).

Diese Dinge wollen Sie daher wahrscheinlich nicht für Ihre Webseite:

Diese und andere Punkte ersticken eine gute Nutzerfahrung im Keim (user experience, UX). Dabei ist eine gute UX so wichtig für das Ranking durch Google und Co.

Diese Dinge wünschen Sie sich wahrscheinlich eher für Ihre Webseite:

Steigende Zugriffszahlen und der angebotene Mehrwert hängen nicht einfach nur voneinander ab. Stattdessen treiben sie einander an.

Wie lassen sich die Klickzahlen einer Webseite erhöhen?

Diese Möglichkeiten gibt es, um Besucher auf die eigene Webseite zu führen:

Im Folgenden werden die drei häufigsten Varianten verglichen: Hartes Optimieren der Hauptseite, das Schalten von Onlinewerbung und das Anbieten von Mehrwert über den Beitrag eines Blogs.

Jede bietet Vor- und Nachteile, die sich jeweils anders zusammensetzen. Wie auch sonst im Leben hat man dabei nicht alles was schön ist, beieinander:

Man will drei, bekommt jedoch immer nur zwei:

Blogposting ist nicht schnell.

Werbung ist weder nachhaltig noch organisch.

Hartes SEO auf der Homepage ist alles andere als ästhetisch.

Auf was kann man eher verzichten?

Optimieren auf der Homepage

Die eigene Homepage wird auf die nötigen Keywords optimiert. Und zwar hart, denn sonst wirkt das SEO nicht. Dies zieht folgendes nach sich:

Alle Seiten müssen ohne Rücksicht auf textliche Ästhetik durchoptimiert werden. Das betrifft alle, die eine Firmen-Webseite typischerweise bietet: Landing Page, Portrait, Leistungen, usw.

Die Texte lesen sich anschließend oft wie mit der Axt gehauen. Außerdem ist man beim Optimieren für Google, Bing, Ecosia usw. teils an hohe Wortanzahlen gebunden. Von einer ansprechend gestalteten Webseite kann man sich in diesem Fall schnell verabschieden. Denn:

Platz für textliche Ästhetik ist kaum noch. Dies wird in aller Regel so schlimm, dass selbst Laien erkennen, dass mit diesen Seiten irgendetwas nicht stimmt (UX!). Ein Beispiel:

Bereits beim Überfliegen ist bemerkbar, dass dieser Text nicht für den Kunden geschrieben ist. Er soll nur funktionieren. Die Lesbarkeit ist entsprechend schlecht.
Ist das anvisierte Keyword-Cluster farblich hervorgehoben, fällt die rückhaltlose Optimierung umso stärker auf.

Der Eindruck, eine natürliche Seite zu besuchen, deren Text man gern und interessiert lesen würde, verschwindet. Vom angebotenen Mehrwert ganz zu schweigen.

Da man pro Seite außerdem nur auf wenige Keywords sinnvoll optimieren kann, muss für jedes weitere Wunschkeyword eine neue Unterseite geschaffen werden. Die Übersicht ist dann schnell dahin, aussehen kann das so:

So oder so ähnlich: Sollen die Hauptinhalte der Webseite ranken, fallen eine nachvollziehbare Navigation und textliche Ästethik schnell der Optimierung zum Opfer.

Die Nachteile dürften klar sein: Die Webseite wirkt sichtlich zersplittert und unübersichtlich. Der Eindruck einer absichtlich durchoptimierten und unnatürlichen Seite verstärkt sich weiterhin. Der Anstrich einer professionellen Firma verblasst.

Klicks kaufen?

Die zweite Möglichkeit ist, Besucher über bezahlte Werbeschaltungen auf die eigene Seite zu führen. Klarer Vorteil ist, dass die Texte auf der Webseite nicht optimiert werden müssen und daher ästhetisch bleiben können.

Über Online-Werbeschaltungen wie Google Ads lässt sich die eigene Seite verstärkt anzeigen. Als begleitende Maßnahme ist dies sicher geeignet und hat seinen Wert.

Als einzige Maßnahme wird es jedoch schnell teuer: Die Werbeausgaben werden immer wieder fällig. Eine nachhaltiger Wert bleibt nicht.

Wie geht es besser?

Über Blogposts oder News (die Darstellung lässt sich variieren) entfallen diese Nachteile. Diese Inhalte ziehen die Besucher über ihren Mehrwert an und erzeugen Reichweite. Man schafft sich seinen eigenen Kanal und generiert zunehmend Traffic.

Dabei muss weder die Kern-Seite durchoptimiert noch fortlaufend Geld in Werbung investiert werden, um in den Suchergebnissen aufzutauchen.

Es entsteht stattdessen die Möglichkeit, auf praktisch unendlich viele Keywords gute Rankings zu erzielen. Aber warum?

Die Trennung von Hauptinhalt und rankenden Blogposts verhindert, dass von wenigen Seiten zuviel verlangt wird. Stattdessen werden die Aufgaben verteilt:

Die ursprünglichen Hauptinhalte der Webseite können weiterhin ihrer eigentlichen Aufgabe nachkommen: Die Firma repräsentieren und das Leistungsspektrum abbilden. Die Blogartikel dienen dann dem guten Ranking:

Jeder neue Artikel im Blog bespricht ein separates Thema. Die textliche Gestaltung und optische Ästhetik kann so angepasst werden, dass der Artikel beiden großen Ansprüche gerecht wird:

Geschaltete Werbung und tatsächliche Suchtreffer werden auf den Ergebnisseiten der Suchmaschinen sehr ähnlich angezeigt. Werbeanzeigen erhalten jedoch nur etwa 5 bis 10% der Klicks und natürlicher Content deutlich mehr.

Was bedeutet natürlicher Content?

Natürlicher Content bedeutet echten Mehrwert für den Leser. Es gilt, einen Kanal zu schaffen um den Interessenten kostenlose Tipps, Anleitungen, Ratgeber und Fallbeispiele zu bieten.

Natürlicher Content bedeutet auch, dass die Texte so geschrieben werden können, dass sie einen guten Lesefluss bieten. Dass sie unterhaltsam und informativ sind. Und dass man sie schlicht gern liest.

All diese Dinge sind wichtig für eine geschmeidige User Experience und somit eine gute Bewertung durch die Suchmaschinen. Beim Arbeiten mit dieser Methode (Schreiben von Blogpost/News) ist allerdings etwas Geduld gefragt:

Das Stärke liegt nicht darin, die eigene Seite über Nacht mit Besuchern zu überschwemmen. Stattdessen geht es darum, die eigene Webseite in einen Aufwind zu versetzen:

Die Webseite im Aufwind

Aufwind zu erzeugen geschieht an vielen Stellen, die sich gegenseitig positiv beeinflussen. Jede einzelne gilt dabei als Rankingfaktor (Rankingfaktor = Kriterium, nach dem Suchmaschinen die Qualität einer Seite bewerten).

Google möchte für alle Suchanfragen immer die besten Treffer liefern. Ist die eigene Seite einmal in Aufwind versetzt und man kann diesen halten, gerät man in eine Aufwärtsspirale:

Selbst ältere Artikel, die am Anfang weniger Klicks generiert haben, werden durch den Gesamtkontext ebenfalls besser bewertet, verstärkt angezeigt und generieren somit vermehrt Traffic. Außerdem kann man sie in neueren Postings intern verlinken und wiederum ans Tageslicht befördern.

In Ihrer Gesamtheit versetzen die Rankingfaktoren eine Seite also in einen Aufwind, der alles nach oben trägt.

Selbstverständlich ist es zusätzlich hilfreich, die Inhalte des Blogs extern zu bewerben und auf Facebook, LinkedIn und anderen passenden Social Media Platformen zu verlinken. So wächst der eigene Kanal noch besser.

Der versteckte Vorteil von Blogs

Über das Blogposting mit Mehrwert spült es nicht irgendwelche Nutzer auf die Seite. Sondern jene, die gezielt nach den angebotenen Inhalten gesucht haben.

Statt wahllos große Mengen Leser auf die Seite zu locken, erschafft man eine ausgewählte Leserschaft:

Qualifizierte Kunden.

Aus den Blogposts heraus wird das eigene Angebot dann erwähnt und verlinkt. Da das initiale Verlangen der Besucher bereits befriedigt ist, stört diese Werbung nicht mehr.

Stattdessen bleibt ein positiver Nachgeschmack: Die Marke und das Unternehmen werden als hilfsbereit empfunden und sind es wert, erneut in Erwägung gezogen zu werden. Die Kaufhemmung sinkt.

Kurz gesagt: Man betreibt aktives Content Marketing für seine Zielgruppe. Über diese Art des Marketing erzeugt jeder neue (und alte) Beitrag Reichweite, Traffic und zieht Kunden auf die Homepage.

Und ja: Ein anderer SEO-Profi wird durchgeführte Suchmaschinenoptimierung selbstverständlich durchschauen können, denn:

Ein Fischer wird einen anderen Fischer immer auch aus der Ferne erkennen.

Michael Douglas im Film Wall Street: Geld schläft nicht

Der Nutzer allerdings findet, wonach er gesucht hat und kann sich im gefundenen Content wohl fühlen.

Übrigens: Auch dieser Blogartikel ist für ein Keyword optimiert. Haben Sie es beim Lesen bemerkt, oder stand der Inhalt im Vordergrund?

Lassen Sie uns auch Ihre Seite in Aufwind versetzen und mehr Traffic erzeugen: Aktives Content Marketing zieht ihre Zielgruppe an. Ich helfe Ihnen dabei:

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